STATEMENT

Im Zentrum meiner künstlerischen Arbeit steht das Spannungsfeld zwischen prozesshaftem Arbeiten und konzeptioneller Gestaltung.

Malerei, Fotografie und Objektkunst sind für mich unterschiedliche Zugänge, um Wahrnehmung zu erforschen und sichtbar zu machen. Ausgangspunkt ist dabei ein offener Prozess, in dem intuitives und körperliches Handeln auf Reflexion, kompositorische Entscheidungen und bewusstes Gestalten treffen.

In der Malerei interessiert mich weniger das fertige Bild als der Vorgang seines Entstehens. Malen ist für mich der Versuch, dem flüchtigen Moment eine sichtbare Form zu geben. Gestische, körperliche und spontane Bewegungen stehen dabei im Dialog mit dem Innehalten, Beobachten und dem bewussten Setzen von Entscheidungen.

Auch in der Fotografie und bei der Arbeit mit Objekten geht es um ein genaues Wahrnehmen dessen, was sich zeigt. Wiederkehrende Motive wie Übergänge, Grenzen, Beziehungen, Spannung und Gleichgewicht waren dabei nicht von Anfang an geplant, sondern haben sich im Verlauf meines künstlerischen Prozesses herauskristallisiert. Heute erkenne ich diese Motive als wiederkehrende Konstanten meiner Arbeit, die sich unabhängig vom gewählten Medium zeigen.

Mich interessiert der Moment, in dem Vertrautes seine Selbstverständlichkeit verliert und neue Zusammenhänge erkennbar werden. Kunst verstehe ich als Möglichkeit, die Wahrnehmung zu schärfen und das sichtbar zu machen, was sich im unmittelbaren Erleben oft nur andeutet.

ÜBER MICH

Ich habe Freie Kunst mit dem Schwerpunkt Bildhauerei sowie Kunst auf Lehramt an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft studiert.

Obwohl mein Schwerpunkt in der Bildhauerei lag, spielte die Malerei in meiner Arbeit von Beginn an eine zentrale Rolle — allerdings weniger im klassischen Sinn als vielmehr als körperlicher, prozesshafter Vorgang. Oft entstand sie direkt aus Bewegung heraus, mit den Händen auf der Leinwand und aus einem starken Interesse daran, wie sich innere Zustände und Energie in Material und Form übersetzen lassen.

Nach vielen Jahren im Schuldienst wurde mir zunehmend bewusst, dass Kunst weit mehr sein kann als ein Fach, das bewertet wird. Mich interessiert Kunst als Erfahrungsraum — als Möglichkeit, Wahrnehmung zu verändern, neue Perspektiven zu öffnen und Menschen mit ihrer eigenen schöpferischen Bewegung in Kontakt zu bringen.

Besonders fasziniert mich, wie schnell sich durch künstlerisches Handeln festgefahrene Sichtweisen verändern können. Nicht über Analyse allein, sondern durch unmittelbare Erfahrung, Material, Prozess und Wahrnehmung.

Heute verbinde ich meine künstlerische Praxis mit prozessorientierten Workshops und Formaten, in denen es darum geht, eigene Fragestellungen, Motive und neue Sichtweisen durch künstlerisches Arbeiten erfahrbar zu machen.

AUSSTELLUNGEN

2026 Bei-läufig │ Sommergalerie Alte Kegelbahn │ Remagen

2026 Einsamkeit │ Galerie Villa Heros │ Remagen

2016 Fortsetzung folgt │ Soloausstellung zur Abschlussprüfung im Studiengang Freie Kunst Alanus Hochschule │ Alfter

2010 Into the Wild │ ehemaliges Bundeswehrgelände │ Koblenz

2010 Zwischenbilanz │ Schloss Alfter │ Alfter

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